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Ziemlich ekelhafte Berufsgruppen
HNU
Zu den ziemlich ekelhaften Berufsgruppen gehören seit jeher die des professionellen Transportgewerbes.
Halsbrecherisch ausscherende Lastwagenfahrer auf der Autobahn, pöbelnde Taxikutzscher in den Schluchten der Metropolen: vielen Personen, die täglich Kraftwagen durch die Fährnisse des Verkehrs bewegen, scheinen alsbald jegliche menschlichen Züge abhanden zu kommen; man kann froh sein, dass hierzulande noch keine allgemeine Pflicht des Waffentragens wie in Texas, Kabul oder Gaza besteht, was bedeuten würde, als normaler Bürger umgehend kaltgemacht zu werden, wenn man mal im Wege steht.

Amateurpiloten sind viel netter (hier: Problembär)
Die Liste der ziemlich ekelhaften Berufsgruppen wäre übrigens hiermit um Den Straßenbahnfahrer zu erweitern. Zumindest um jenen, welcher am straßenbahnarmen Zwoten Weihnachtsfeiertag am Lipsigrader Südplatz erst sich ansah, wie zwei durchtrainierte potentielle Fahrgäste in wirklich sehenswertem Stil etwa 500 Meter erst neben, dann hinter seiner Bahn her sprinteten, um sie dann, als sie endlich die Tür erreichten, sozusagen mit innerlich gerecktem Stinkefinger stehenzulassen. Kein seltenes Vorkommnis übrigens, wie mir von intimen Kennern des öffentlichen Nahverkehrs dieser Stadt bestätigt wurde, zu denen ich gottlob nicht gehöre.

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GAZETA LIPSIGORODA 03.01.2007