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Durch Fauna und Flora
Skulpturenpark 13
HNU
Aber das nächste große Ding könnte die Fischgrippe sein!
Jetzt ist ja bald die Sache, die mit Fußball zu tun hat.

Dieses Thema ist auch bald erledigt.
Die Gazetten sind voll davon, die Softeisautomaten aufgestellt, die Wasserwerfer geputzt und mit Aufklebern verziert (11 Freunde), die Männer lesen schnell noch die aktuellen Abseitsregeln durch, um sich zu Hause nicht zu blamieren.

Mal angenommen, dass nach der Sache, die mit Fußball zu tun hat, nichts aufregendes im Lande passiert, weil alle zu erschöpft oder deprimiert sind, der Katzenjammer wie nach jedem schönen oder grandiosen oder gründlich niederschlagenden Ereignis unerbittlich das Unkraut zwischen den Tribünenbänken wuchern lässt, was schon bald die Stadien inwendig auseinanderreißen wird, denn keiner will mehr dieses Spiel spielen geschweige denn ansehen, dessen Namen man sich nicht mehr zu sagen traut, weil man Angst hat, dass man vielleicht abgemahnt wird; wenn also die Journaille leer und orientierungslos vor sich hin blubbert ohne ein Thema, auf das sich alle in konzertierter Aktion stürzen könnten, um es gründlich auszuweiden und schließlich doch liegenzulassen, weil zum Glück eine neue Sau die Dorfstraße entlanggetrieben werden möchte, dann, ja dann könnte das nächste große Ding die Fischgrippe sein.

Der Vorteil an der Fischgrippe ist, dass die Fische, wenn sie es nur geschickt genug anstellen, beim Husten und Niesen Fontänen zu produzieren in der Lage sind. Das sieht schön aus und spart Strom (jedenfalls die für Springbrunnen vorgesehenen Atomkraftwerke). Wenn das Thema Fischgrippe dann ausgeweidet ist, kommt es in ein Glas und wird gut verschlossen, damit es nicht rausglitzscht.

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GAZETA LIPSIGORODA 01.06.2006