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Aus der Gechichte
Palast offener Medienkultur
JK2007
Fasziniert und beeindruckt, aber auch beängstigt war ich von diesem Palast offener Medienkultur. Wie es scheint, wurde hier über Generationen hinweg medial vorausgedacht. Mit der Parabolspiegelvorbereitung im Giebel überraschte schon der Architekt - eine an Wahrsagerei grenzende Vorausahnung. Leider hatte er das Haus nicht nach den maßgeblichen Satelliten ausgerichtet, so dass die Schüsseln auf dem Dach montiert werden mussten. Stolz ragen auch die Rudimente terrestrischer Empfangsapparate und deuten auf eine ununterbrochene Medienaktualität des Hauses hin. Last but not least zu erwähnen: Die Blue Box gleich rechts neben dem Eingang. Damit konnten sich die Bewohner des Hauses bereits in den 60er Jahren kostenlos in alle möglichen Netze hacken, sie brauchten nur zu pfeifen (nicht überprüfte Behauptung eines Experten). Heute wäre eine Welt ohne Hacker so unvorstellbar wie ein Netz ohne Maschen oder ein Haus ohne Dach oder eine Schüssel ohne Inhalt.

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GAZETA LIPSIGORODA 09.03.2007