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Vom Reisen
Im Paradies
HNU
Auf den Acker hatten sie eine große Halle mit dem Paradies drin gebaut. Aus irgendwelchen Gründen aber befand sich der Parkplatz einige Kilometer weit weg, so dass sie Zubringerbusse einsetzten.
Es gab die Information, dass die Umkleidekabinen am Paradies noch nicht fertig seien, und sie empfahlen, man könne sich schon auf dem Parkplatz die Badehose oder den Bikini anziehen, ja nachdem, was man gern möchte.

Alte Eintrittskarte zum Paradies (ungültig)
Also standen alle barfuß im Schnee und zogen sich um, man ist ja einiges gewöhnt in der Zone.

Immerhin waren die Zubringerbusse mit warmem Wasser gefüllt, so dass man in denen nicht so fror, auch wenn der Einstieg durch das Fenster etwas umständlich war. Am besten gefiel den Fahrgästen, wenn der Bus stark bremste oder beschleunigte. Alles perlte und schwappte dann durcheinander, und der Busfahrer musste eine ganze Weile die Luft anhalten auf seinem Fahrersitz, wenn die Welle nach vorne schwappte. Um den Bus bei der rasanten Fahrt nicht blind gegen irgendein Werbeschild zu setzen, von denen einige herumstanden, trug er eine Taucherbrille.

Im Paradies selber war es dann so lala, Bratwurst, Bier, Liegestühle, unvorteilhaft gekleidete Menschen. Ich kenne einige Besucher, die nur wegen der Busfahrt noch einmal hergekommen sind.

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GAZETA LIPSIGORODA 17.03.2005