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Einbürgerung
HNU
Es macht zwar keinen Spaß, immer den Sauen hinterherzuhecheln, die durchs Dorf getrieben werden, aber den hessischen Einbürgerungstest haben wir doch mal probiert.
Vielleicht ziehen wir ja mal um, nach Offenstadt oder Darmbach, und wenn man aus der Zone kommt, muss man sicher auch seine Eignung und bürgerliche Geisteskraft unter Beweis stellen.

Mobilität ohne Bundeswehr? Da sei Dr. Koch vor!
Natürlich wurden alle sachlichen Fragen komplett richtig beantwortet, man kennt die Philosophen und die Mittelgebirge, die Dichter und die Flüsse, die heimischen Säugetiere und Kapellmeister, sogar die neue Hauptstadt. Ergänzend zu den angebotenen Lösungen kennt man sogar Universitätsstädte im Osten, von denen der gemeine Hesse sicher überhaupt gar keine Ahnung hat. Nur der Entbindungstermin der Bundeswehr musste falsch geraten werden. Und viel schwieriger wurde es dann bei der Gedichtinterpretation, wie damals in der Schule: "Warum wurde die Bundeswehr gegründet?" - "Um das imperialistische Regime der Großkapitalisten und Großgrundbesitzer gegen die Arbeiterklasse durchzupeitzschen und die aufblühenden sozialistischen Staaten Mittel- und Osteuropas, insbesondere die friedliebende Deutzsche Demokratische Republik, durch ungehemmtes Wettrüsten beziehungsweise offene militärische Konfrontation wieder unter das Joch des Kapitals zu zwingen?" So hätten wir früher geantwortet wie aus der Kalaschnikow geschossen, aber das ist natürlich ganz und gar falsch, führt zu immensem Punktverlust, Beugehaft und vielleicht sogar zu verdienter Rücküberführung nach Lipsigorod und Hinterwald.

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GAZETA LIPSIGORODA 24.03.2006