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Vom Reisen
Die verwunschene Lokomotive!
HNU
Als Karl Gong im Winter in der Metropole aufgebrochen war, um nach Hackpfüffel zu gelangen, beabsichtigte er, die Eisenbahn zu benutzen. Es war der einzige Tag dieses Winters, der so kalt war, dass man die Sandalen zu Hause lassen und mit Lederschuhen durch den frischen Schnee stapfen musste. Wochenlang hatten die Meteorologen gegreint, dass es zu warm wäre, heute waren sie für einen Moment verstummt, und Karl Gong hatte beschlossen, das silberne Auto in der Garage zu lassen und sich der Reichsbahn anzuvertrauen. Er suchte verzweifelt den Bahnhof, denn er war zu stolz, einen Stadtplan zu benutzen. Wahrscheinlich würde er den Bahnhof an den riesigen Lokomotiven erkennen, die die riesigen Reisezüge nach Hackpfüffel ziehen mussten! Und da war auch schon eine, allerdings ohne Reisezug! Karl Gong beschloss, den Lokführer zu fragen, wann es denn losgehe und wo er Platz nehmen könne. Er betrat die muffig riechende, gigantische Maschine, aber kein Eisenbahner war anwesend. Nachdem Karl Gong eine Weile herumkrakeelt hatte, kam die Polizei, brachte ihn nach Hause und setzte ihn in sein silbernes Auto. Er tat eine Weile eingeschnappt, da brachten ihm die Beamten ein Bier sowie mehrere Butterbrote und schoben sein Auto an, bis es knatterte. Der Schnee schmolz, und Karl Gong raste los in Richtung Hackpfüffel.

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GAZETA LIPSIGORODA 24.05.2007